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2005
Ab Januar 2005 unterstützt der Global Fonds das TBC- Programm.
Damit ist der Lohn eines Arztes finanziert.
Ausserdem gibt es regelmässige ärztliche Inspektion
der Behandlungen durch einen versierten Lungenspezialisten, der
auch mit Rat und Tat zur Verfügung steht. Dank dem fachlichen
Support des Global Funds kann die Qualität und Effektivität
der TB-Behandlungen verbessert und garantiert werden. Im Februar
2005 nimmt Dr. med. Omar Bille die Arbeit auf. Die Zusammenarbeit
mit ihm ist gut . In den wöchentlichen, obligatorischen Weiterbildung
und Intervision werden Fragen der Behandlungen der TB und aller
bei uns auftretenden Krankheiten besprochen. Aids war bislang
noch kein grosses Problem. Die nicht screeningmässig durchgeführten
Test waren bislang nur in einigen Fällen positiv.
Seit
April 2005 unterstützen wir auch die neue Bederschule, eine
Grundschule mit ca. 400 Kindern in einem Armenviertel in der Nähe
des Peter-Dürner-Zentrums. Damit betreuen wir nunmehr insgesamt
2'900 Schulkinder.
Wieder vermehrt
kommen Mütter mit unterernährten Kindern. Für sie
und für die Kinder mit TBC wird speziell gekocht. Weil viele
Kinder unter schweren Anemieen leiden, erhalten sie einmal in
der Woche Leber, 2 Mal Eier, sonst Fleisch. Abwechslungsweise
essen sie Reis, Mais, Hirse, und einmal Teigwaren. Jeden Tag erhalten
sie etwas Gemüse, Früchte und Milch. Wir lernen die
Mütter, die Kinder mit wenig Geld besser und gesünder
zu ernähren. Die Frischprodukte können wir von einer
italienischen NGO Water for life einkaufen, die auch den Anbau
von landwirtschaftlichen Produkten fördert. So wurde unser
Menü Plan für die vielen TBC erkrankten Kinder reichhaltiger.
2004
Dank einer zweckgebundenen Spende aus der Schweiz kann ein Arzt
angestellt werden. Er bleibt ein Jahr. Es werden 332 TBC-Patienten
und Patientinnen behandelt. Daneben werden in den vier Ambulatorien
52’000 verschiedene Behandlungen durchgeführt. Oft
hat ein Patient mehr als eine Krankheit.
Indo Adi
fragt Swisso Kalmo an, ob die Pflege kranker Gefangene übernommen
würde. Das Team von swisso-kalmo unterstützte diese
Anfrage, sodass ab Juni 2004 ein Pfleger und, wenn nötig
der Arzt, sich um deren medizinische Versorgung kümmert.
Im August
2004 erhält das Peter-Dürner-Zentrum ‚fliessendes
Wasser’. Von einer Quelle konnte eine Leitung ins Zentrum
gelegt werden, was die Arbeit stark erleichtert. Der hauseigenen
Brunnen hat bloss Brackwasser (eine Mischung aus Süss- und
Salzwasser), das gut zum Putzen und Waschen gebraucht werden kann
jedoch nicht zum Trinken.
2003
Annalena Tonelli wird in Nordsomalia brutal ermordet. Für
Magda ist dies ein Schock. Sie verliert damit innert kurzer Zeit
eine Kämpferin gegen die Armut und Ungerechtigkeit der Welt.
Indo Adi
ernennt sich zum Gouverneur von Merka. Er wird von den Stammesältesten
weitgehend akzeptiert. Damit kehrt zunehmend etwas mehr Ordnung
in Merka ein. Wer auf dem Markt Sachen feilhält muss eine
Gebühr bezahlten. Leute, die einen Arisch (Hütte) haben
bezahlen $ 30'000 (ca. Fr. 2.5); Besitzende von Steinhäusern
$ 90'000 (ca. Fr. 7.5) pro Monat. Mit den Einnahmen werden erste
Gemeindestrukturen wieder aufgebaut, u.a. auch eine bescheidene
Gerichtsbarkeit mit einem Vollzug.
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